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Norddeutsche Affinerie
Aurubis-Hauptversammlung 2011
Kritik an Werk in Bulgarien
Coalition for Sustainable Development (CSD) legte Beschwerden vor.
> Rede Bernd Moritz und Antworten auf Fragen
Antworten Norddeutsche Affinerie „Vorfahrt für Klimaschutz? Umfrage des Dachverbands bei 27 deutschen Konzernen“
Hamburg wird Großaktionär
Knapp drei Wochen vor der Bürgerschaftswahl beteiligt sich Hamburg an der Norddeutschen Affinerie. Die Hansestadt hat rund 59 Millionen Euro investiert – und dafür 5 Prozent plus eine Aktie erworben. Dadurch soll Europas größte Kupferhütte an der Elbe gehalten werden. Hamburg – Die Hansestadt habe in den vergangenen Tagen fünf Prozent plus einer Aktie an der Norddeutschen Affinerie (NA) erworben, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) am Dienstagabend auf einer überraschend anberaumten Pressekonferenz. Die Hamburgische Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement (HGV) habe rund 59 Millionen Euro für den Aktienerwerb aufgewendet.
Quelle: Manager Magazin 05. Februar 2008, aus: www.manager-magazin.de
Gezerre um Cumerio: NA legt Angebot vor
(n-tv) Nach der kartellrechtlichen Freigabe durch die EU-Kommission vergangene Woche hat die Norddeutsche Affinerie ihr Übernahmeangebot für die belgische Kupferhütte Cumerio vorgelegt. Bis zum 15. Februar hofft der Hamburger Konzern darauf, mindestens 80 Prozent der Anteile einzusammeln. "Wir rechnen mit einer hohen Zustimmung für unser Angebot", sagte Vorstandschef Bernd Drouven. Er gehe davon aus, dass auch der österreichische Industrielle Mirko Kovats sein 25-Prozent-Paket verkauft.
Der Angebotspreis von 30 Euro je Cumerio-Aktie liegt 28,5 Prozent über dem durchschnittlichen Aktienkurs in den drei Monaten vor Bekanntgabe der Übernahmepläne im Juni 2007. Der Verwaltungsrat von Cumerio hatte den Anteilseignern schon im Juli 2007 empfohlen, das Angebot der NA anzunehmen. Das Angebot hat ein Volumen von knapp 790 Millionen Euro.
A-Tec-Chef Mirko Kovats hatte angedeutet, seinen Anteil an Cumerio unter Umständen doch an die Norddeutsche Affinerie zu verkaufen. "Ich habe natürlich ein Interesse, die Cumerio-Papiere an die NA abzugeben", sagte Kovats dem österreichischen Magazin "Format". Es bleibe aber abzuwarten, ob das Angebot dem Kapitalmarkt genüge oder ob nachgebessert werden müsse, fügte er hinzu. "Ob die NA billig kauft und ich eine höhere Dividende bekomme, oder ob sie mehr bezahlt und ich so einen höheren Preis für das Cumerio-Paket erhalte, ist mir egal", deutete Kovats eine Kompromisslinie an.
Der österreichische Industrielle, der auch mit knapp 14 Prozent der Aktien Großaktionär der NA ist, will bei der Konsolidierung der europäischen Kupferindustrie mitwirken. Kovats' Pläne sind jedoch dem Vorstand der NA ein gutes halbes Jahr nach dem Beginn des Übernahme-Prozesses "nicht nachvollziehbar", sagte Drouven. "Er hat eine Logik, die ich nicht kenne." Falls Kovats zusätzlich zur NA und Cumerio auch seine eigene Kupferhütte in Brixlegg in die Fusion einbringen wolle, so seien darin keine Vorteile erkennbar. Zudem gebe es kartellrechtliche Probleme. Der Vorstand bemühe sich um einen intensiven Dialog mit Kovats. Es gebe keine rechtliche Möglichkeit, Kovats anders zu behandeln als andere Aktionäre. Auch er könne lediglich die angebotene Barabfindung von 30 Euro je Aktie erhalten, nicht jedoch Aktien der NA als Ausgleich.
Bislang hält die Norddeutsche Affinerie knapp 30 Prozent an Cumerio. Auf den Fall, dass die NA nicht die angestrebte Mehrheit von 80 Prozent erreichen sollte, wollte Drouven sich nicht festlegen. Unter 50 Prozent werde der Handel fallengelassen, bei über 80 Prozent sei die NA verpflichtet, ihr Angebot an die Aktionäre einzulösen. Falls die erreichte Anteilsmehrheit dazwischen liege, werde der Vorstand die Lage bewerten und entscheiden. Alle Entscheidungen – so auch über eine Kapitalerhöhung im November und über die Vorverlegung der Hauptversammlung auf den 29. Februar – seien im Interesse des Unternehmens gefallen und nicht im Hinblick auf die Einflussversuche von Kovats.
Die NA erwartet durch die Übernahme Einsparpotenziale von 15 bis 20 Millionen Euro, so der Vorstandschef. Dabei sind allerdings nicht Standortschließungen oder Personalabbau geplant, sondern strukturelle Veränderungen bei Einkauf, Finanzierung oder Logistik. Der neue Konzern käme auf einen Umsatz von mehr als zehn Milliarden Euro und mehrere hundert Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern. Er wäre der größte Kupfererzeuger in Europa mit rund 4700 Beschäftigten.
Quelle: n-tv, 28.01.2008, www.n-tv.de/910324.html