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Position:   Konzernkritik

Konzernkritik

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Im Hauptversammlungsjahr 2010 widmen wir uns unter anderem dem Thema: „Eigentum verpflichtet“. So lautet Artikel 14 des Grundgesetzes. „Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Aktionärinnen und Aktionäre geben ihrem Unternehmen für einen Zeitraum Geld, das sie selbst erwirtschaftet haben. Es ist ihr Eigentum, das sie dem Unternehmen eine Zeitlang zur Verfügung stellen. So dürfen sie von Vorstand und Aufsichtsrat erwarten, dass mit ihrem Eigentum so gewirtschaftet wird, dass es ihrem Wohle und zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dient. Doch in den letzten Jahren konnten und mussten wir den Eindruck gewinnen, dass Vorstände und Aufsichtsräte weniger das Wohl der vielen Kleinaktionäre und das Allgemeinwohl im Blick hatten, sondern vor allem das eigene Wohl und die Profite der Großinvestoren. Viele Vorstände und Aufsichtsräte haben eine beschränkte Wahrnehmung der Realität, einen Tunnelblick. Sie sind vor allem fokussiert auf Steueroasen, Aktienoptionspläne, Fusionen, Boni- und Dividendenzahlungen – sogar bei einem negativen Konzernergebnis. Dazu werden wir in diesem Jahr Vorstände und Aufsichtsräte mit Fragen konfrontieren und an Artikel 14 des Grundgesetzes appellieren.

Die Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre setzen sich für mehr Umweltschutz, mehr soziale Gerechtigkeit und mehr Transparenz in den deutschen DAX-Konzernen ein. Im Folgenden finden Sie Kritikpunkte an den einzelnen Unternehmen, jeweils ihren Branchen zugeordnet:

Auto & Verkehr

Banken & Versicherungen

Chemie

Energie

IT & Kommunikation

Rüstung

Textil & Handel

Wer gehört zu wem?
Sie wollen wissen, wem die großen deutschen Unternehmen gehören? Wer wie und wo beteiligt ist? Auf der Website der Süddeutschen Zeitung finden Sie - erstmals kostenfrei im Internet - einen Auszug der von der Commerzbank erstellten Online-Publikation "wer gehört zu wem". Sie können hier fast alle Unternehmen abfragen, die in den beiden wichtigsten deutschen Börsenindizes enthalten sind, sowie deren Muttergesellschaften.

 

Der Selbstbereicherung der Manager Einhalt gebieten: Die Vorstände in deutschen Unternehmen haben 2007 im Schnitt 17,5 Prozent mehr verdient als im Vorjahr. Innerhalb weniger Jahre haben sich die Einkommen der DAX-Vorstände vom 14-fachen des durchschnittlichen Belegschaftsgehalts auf das 44-fache erhöht. Die Wirtschaftselite treibt die Gesellschaft und sich selbst in eine gefährliche Diskussion: Sie fordert ständig Maß halten, erweckt aber nicht den Eindruck, als würde sie selber Maß halten. Wer so agiert, hat seine Glaubwürdigkeit verspielt. Bei den Vorstandschefs liegt bislang Dieter Zetsche von Daimler vorn. Er kam 2007 auf ein Jahresgehalt von 8,55 Millionen Euro. Das waren knapp 40 Prozent mehr als im Vorjahr. "Egal ob Herr Zetsche schafft, schwimmt oder schläft: Jede Stunde seines Lebens erhält er mehr als 1000 Euro auf sein Konto überwiesen", stellt Paul Russmann von den Kritischen Daimler-Aktionären fest. Kritische Aktionäre forderten in diesem Jahr anlässlich der Steuer-Affäre von Post-Chef Zumwinkel ein Verbot von Aktienoptionsplänen und die Begrenzung von Aufsichtsratsmandaten > Lesen Sie hierzu hierzu Pressemitteilung 05/2008 und Konzernkritik Deutsche Post.

"Große Bühnen, miese Shows": Im April und Mai finden die meisten Hauptversammlungen der DAX-Konzerne statt. Das Magazin €uro berichtet über die Inszenierung der Treffen mit den Kapitalanlegern und befragte dazu die Theater- und Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Brigitte Biehl und den Kritischen Aktionär Paul Russmann. Biehl weiß: "Großkonzerne nutzen die Techniken des Theaters, um sich selbst zu inszenieren und ihr Publikum in ihrem Sinne zu beeinflussen."Russmann findet, dass in den Hauptversammlungsdebatten kein fairer Dialog zwischen Aktionären und Managern stattfindet > Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

 

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