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Position:   Konzernkritik  >>  Hauptversammlung 2008

Lufthansa Hauptversammlung 2008

Am 29. April fand in Köln die Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG statt. Markus Dufner, Geschäftsführer vom Dachverband, stellte in seiner Rede den Fokus auf den steigenden Anteil des Luftverkehrs an den gesamten Klimabelastungen. Derzeit beträgt dieser rund acht Prozent. Die CO2-Emissionen, die von Flugzeugen verursacht werden, wachsen in Deutschland jährlich um dreieinhalb Prozent. Wenn sich an diesen Entwicklungen nichts ändert, werden die Klimawirkungen des Fliegens in fünf Jahren bereits die des heutigen Pkw-Verkehrs übersteigen. Laut der "Luftverkehrsstudie 2007: Im Steigflug in die Klimakatastrophe?" (vom Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie in Zusammenarbeit mit dem BUND, veröffentlicht am 9.4.2008). Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Wolfgang Mayrhuber, wirbt derweil fröhlich weiter für die verstärkte Nutzung von Flugzeugen – frei nach dem Motto „Wer die Umwelt liebt, der fliegt“ (im Interview mit der die Bild-Zeitung am 19.11.2007) und spricht von „Öko-Populismus“, wenn der Luftverkehr als Klimakiller bezeichnet wird.
Markus Dufner von den Kritischen Aktionären kritisierte auf der Hauptversammlung auch die scheinbare Ignoranz der Lufthansa zum Thema Nachtruhe der Anwohner von Flughäfen und sprach die erhöhten Belastungen durch Lärmbelastung insbesondere durch den nächtlichen Flugverkehr an. Lufthansa-Konzernvorstandsmitglied Stefan Lauer hatte im vergangenen Jahr gefordert, dass der Lufthansa-Flotte allein auf dem Frankfurter Flughafen bis zu 41 Nachtflüge erlaubt werden sollten. Diese Forderung stieß bei fast allen hessischen Landespolitikern auf massive Kritik. Ein Sprecher des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport sagte sogar, Fraport habe das Nachtflugverbot selbst beantragt, um den Ausbau des Flughafens zu ermöglichen. Daran ändere auch die Äußerung eines Lufthansa-Vorstands nichts.

Lesen Sie hierzu die Rede von Markus Dufner.

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