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Post Hauptversammlung 2007

Durch die Zusammenlegung des Brief- und Paketgeschäftes ist es bei der Post zu massivem Abbau von Arbeitsplätzen sowie dem Umbau von Vollzeit- in Teilzeitstellen gekommen. Sozialabbau und Lohndumping scheinen ein neues Geschäftsmodell zu sein - und der erhöhte Konkurrenzdruck durch private Anbieter eine sozialverträgliche Personalpolitik des Konzerns unmöglich. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di befürchtet weiteren Stellenabbau, wenn die Post die 41-Stunden-Woche für ihre Beamten einführt.

Seit 1997 sind mehr als 15.000 Vollzeitstellen bei der Post durch Minijobber und Armutslöhner bei Konkurrenten ersetzt worden.  Die Öffnung des Briefmarktes wird auf dem Rücken der Postmitarbeiter ausgetragen: schwer nachvollziehbare Kündigungen sowie zunehmendes Mobbing sind hier nur ein Teil der Umgangsformen mit Personal. Verringerter Service in den - noch nicht geschlossenen - Filialen führt kaum zu größerer Zufriedenheit bei den Kunden. Auch das angekündigte verbesserte "Gesundheitsmanagement" im Betrieb entpuppt sich vielmehr als Druckmittel, kranke Mitarbeiter langfristig zu kündigen. Auch im Bereich der Betriebstechnik wurde Personal um ca. 30% reduziert, das zu betreuende Inventar jedoch verdoppelt.

Die bunte Werbung der Post passt wenig zum Umgang mit denen, die das Geschäft letztlich am Laufen halten: eine Briefzustellerin, Belegschaftaktionärin im Konzern, sollte daran gehindert werden, an der Hauptversammlung teilzunehmen. Angeblich wollte sie die Post in der Öffentlichkeit schlecht machen. Die drohende Kündigung nahm sie zum Anlass, vor Gericht zu ziehen - mit Erfolg.

Lesen Sie auch unseren Kritischen Aktionärsbrief zur Hauptversammlung der Deutschen Post 2007.

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