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E.ON Hauptversammlung 2008

E.ON schürt Angst vor Energielücke und setzt weiter auf Atomkraft

Bei der diesjährigen E.ON-Hauptversammlung in Essen wurde der Konzern vor allem dafür kritisiert, mit seiner Imagekampagne vom sauberen Unternehmen darüber hinweg zu täuschen, dass der größte deutsche Energiekonzern die Weichen nicht konsequent in Richtung Klimaschutz stellt. Tatsächlich wird nämlich weiter in Kohlekraftwerke investiert anstatt in erneuerbare Energien. So plant E.ON acht neue Kohlekraftwerke in Europa und Russland zu bauen. Bis 2010 will E.ON über 30 Milliarden Euro in den Neubau und Ersatz von konventionellen Kraftwerken stecken, also vorwiegend solche auf Basis von Kohle und Gas. Zum Vergleich: Nur rund sechs Milliarden Euro sollen in die erneuerbaren Energien fließen, vor allem in Offshore-Windparks und Biogasanlagen. Unter dem Stichwort „CO2-freies Kohlekraftwerk“ suggeriert E.ON der Öffentlichkeit, der Bau weiterer Kohlekraftwerke sei für das Klima unproblematisch. Tatsächlich wird diese neue Technologie gerade mal erforscht. Eine Abscheidung und unterirdische Lagerung von Kohlendioxid in großem Stil ist – wenn überhaupt – frühestens in 15 bis 20 Jahren realisierbar. Das Umweltbundesamt befürchtet aber, dass in unterirdische Lagerstätten versenktes CO2 im Laufe von 100 Jahren schleichend entweichen könnte.

Urgewald, die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation und Preisträgerin des im letzten Jahr erstmalig verleihten Henry-Mathew-Preises, hat anlässlich der diesjährigen E.ON-Hauptversammlung einen kritischen Bericht unter dem Titel "Die Geschäfte von E.ON 2007/2008" veröffentlicht (siehe www.urgewald.de).    

Zur HV 2008 lesen Sie bitte die Pressemitteilung und die Rede von Markus Dufner

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