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E.ON Hauptversammlung 2007
Anstatt verstärkt in die erneuerbaren Energien zu investieren, setzt E.ON weiter auf Atomenergie. Laufzeitverlängerungen für abgeschriebene Atommeiler würden dem Konzern Millionengewinne bringen. Der Bevölkerung wird zugemutet, mit der Risikotechnologie zu leben. Da ein Neubau von AKWs in Deutschland nicht mehr durchsetzbar ist, schaut sich Deutschlands größter Energiekonzern nach Investitionsmöglichkeiten im Ausland um.
Ein im April vorläufig getroffenes Abkommen zwischen der finnischen Gemeinde Loviisa und e.on wurde im Herbst vom finnischen Stadtrat mehrheitlich verworfen - diesem zufolge sollte e.on 127 Hektar Land zum Bau eines Atomkraftwerkes erwerben. Nicht zuletzt die Beteiligung e.ons an einem Atomendlager im finnischen Olkiluoto hatte die Bevölkerung verstärkt auf die Risiken von Atomkraft aufmerksam gemacht und somit zu stärker werdenden Protesten Anlass gegeben.
Auch in Osteuropa hatte der Energieriese auf geringen Widerstand für seine Pläne gesetzt. Der Konzern hatte mit dem gelasseneren Umgang der Regierungen in Bulgarien und der Slowakei mit atomaren Risiken gerechnet, nicht jedoch mit dem Protest der Umweltorganisationen. Im bulgarischen Erdbebengebiet Belene ist e.on ebenso wie RWE jedoch weiter am Vorhaben der bulgarischen Regierung an der Errichtung eines AKWs beteiligt - nachdem sich Großbanken aus dem Projekt zurückgezogen hatten, haben e.on und RWE Mitte Oktober ein Angebot zur Beteiligung am Bau abgegeben.
Zum Weiterlesen:
Pressemitteilung von urgewald 2007